Ein Projekt auf soliden Fundamenten!
Die Erbauer der Wuppertaler Schwebebahn haben bereits zu jener Zeit
einen Schwerpunkt auf die Fundamente gelegt. Aus heutiger Sicht war
die Fundamentlegung damals Schwerstarbeit. Für jedes Fundament der
insgesamt 472 Stützen mussten mit Picke und Schaufel Baugruben ausgehoben
werden.
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Bahnhof
Döppersberg im Bau -
1925 |
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Nach Aushebung der Baugruben wurden die Fundamentkörper schichtweise
aus unbehauenem Naturstein und Zementmörtel hergestellt, die dann
teilweise noch ummauert wurden. Die Ausführungsart der Fundamente
war von der Funktion der jeweiligen Stahlstütze abhängig. Auf den
Fundamentkörpern wurden Stahlplatten befestigt, auf die wiederum
die Stützen verschraubt wurden.
In diesen Jahren wird die Schwebebahn für das nächste Jahrtausend
fit gemacht. So soll demnächst die Taktfrequenz von drei Minuten
auf 90 Sekunden erhöht werden. Allein diese Maßnahme erforderte
die statische Überprüfung der Fundamente. Grundsätzlich ergab diese
Untersuchung, das die damalig durchdachte Bauweise lediglich eine
Verstärkung der Fundamente notwendig macht.
Zur Feststellung des Zustandes der Fundamente wurden Kernbohrungen
vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Fundamentkerne
altersbedingt den statischen Anforderungen eines 90-Sekunden-Taktes
nicht gewachsen sind. Da in den nächsten Jahren mit einer Fahrgastzunahme
auf über 30 Millionen zu rechnen ist, wird die Takterhöhung notwendig.
Dies bedeutet wiederum eine erheblich höhere Beanspruchung des Schwebebahngerüstes
und der Fundamente.
Die Ausführung der neuen Fundamente erfolgt sehr genau. Eine Kernbohrung
verrät den jeweiligen Zustand eines Fundaments. Jeder Kern wird
in einem Prüflabor untersucht. Je nach Beschaffenheit des Kerns
werden Lage und Anzahl der Bohransatzpunkte von der Bauüberwachung
festgelegt. Aufgrund der bereichsweise gestörten Festigkeit des
Fundamentkörpers werden in alle Bohrlöcher Gewindestäbe aus Stahl
zentrisch eingesetzt, damit eine Verdübelung zwischen Fundamentlagerstein
und Fundamentkörper ausgeführt werden kann. Anschließend wird das
Einpressgut in das Bohrloch injiziert.
So wird garantiert, dass die Schwebebahn auch für die nächsten 100
Jahre auf sicheren Fundamenten steht.
Zu diesem Thema existiert eine Broschüre, die Sie hier
downloaden können.
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