Technik

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Fahrzeuge/Antrieb
Fundamente
Tragkonstruktion/Gerüst
Ausbau

Der Zahn der Zeit und erhöhte Anforderungen

Ein ganzes Jahrhundert geht an einem Stahlbauwerk wie der Wuppertaler Schwebebahn nicht spurlos vorüber. 1985 stellte man bei der routinemäßigen Inspektion größere Schäden an der Beschichtung fest.
Brücken
Austausch


Aber nicht nur das Alter der Schwebebahn spielte eine gravierende Rolle, nein auch ein erhöhtes Fahrgastaufkommen zwang zu umfangreichen Überlegungen. Der Zustand des Traggerüstes und der Fundamente würde eine dichtere Taktfolge der Züge nicht mehr zulassen.

Es folgten die ersten Schritte einer Verjüngungskur. Nach einer Machbarkeitsstudie über den Austausch von Brücken und Stützen folgten Studien über Systemalternativen. Der Probeaustausch der Stütze 304 im Jahr 1992 war dann der eigentliche Startschuss für den Ersten Spatenstich am 4. April 1995 in der Nähe der Haltestelle Zoo/Stadion. Eine außergewöhnliche Baumaßnahme begann.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudien wurden auch Systemalternativen untersucht. Zwei mögliche Alternativen wurden beleuchtet:

 • Integration eines automatischen Fahrsystems
 • Nachbau der Wuppertaler Schwebebahn (fahrerlos und fahrergesteuert)

Die erste Variante sah eine Totalerneuerung des Fahrweges und der Fahrzeuge vor. Das sogenannte People-Mover-System, eine Weiterentwicklung der H-Bahn, wäre technisch integrierbar gewesen. Jedoch hätte ein aufwändiges Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden müssen und die Realisation des Umbaus in einer Wochenendlösung war fraglich. Die Gesamtinvestitionssumme und die Betriebskosten waren wesentlich höher als bei der zweiten, der Nachbau-Variante. Man entschied sich für die Beibehaltung des heutigen Schwebebahnprinzips, dessen Neubau technisch machbar war. Ausserdem können die Arbeiten am Wochenende durchgeführt werden.

Stützen
Austausch


Der Probeaustausch der Stütze 304 brachte alle notwendigen Erkenntnisse über die Kosten und die Randbedingungen. Geschätzte zukünftige Fahrgastzahlen und die Bestandssicherung der Bahn als beliebtes Verkehrsmittel sowie als Wahrzeichen der Stadt führten zum Beschluss des Ausbaus der 13,3 km langen Wuppertaler Schwebebahn mit ihren 468 Brücken und Stützen.

Folgende wesentliche Ziele sollen durch den Ausbau erreicht werden.

 • Belastungsreserven in der Tragkonstruktion für steigende Fahrgastaufkommen
 • Beseitigung von Langsamfahrtstellen zugunsten Beförderungsgeschwindigkeit und Taktzeiten
 • Geringerer Geräuschpegel durch Reduzierung der Schallabstrahlung mittels neuer Technik
 • Sicherere, komfortablere, behindertengerechte Haltestellen
 • Verbesserung der technischen Verfügbarkeit und Reduzierung der Betriebsstörungen

Es wurden drei Bauabschnitte festgelegt. In allen Abschnitten wird während der Stilllegung gleichzeitig gearbeitet. Kosten und Aufwand werden wesentlich durch zwei unterschiedliche Streckenabschnitte gekennzeichnet: die Wasserstrecke (über der Wupper) und die Landstrecke (über viel befahrenen innerstädtischen Straßen). Viele Mobilkräne, Hubkatzen, Hebezeuge, Stahlfahrwege und Stützgerüste prägen während des Ausbaus die Fahrtstrecke zwischen Oberbarmen und Vohwinkel.

(Termine zum Schwebebahnausbau). Die Arbeiten werden zumeist an den Wochenenden zwischen Freitag und Montag durchgeführt. Allerdings wird der Betrieb für einige größere Arbeiten auch in den Sommer- und Herbstferien komplett eingestellt. In dieser Zeit erfolgt die Beförderung über einen Busersatzverkehr.

Auch in Bezug auf die übrige Technik hat man konkrete Vorstellungen, die das Verkehrssystem für die Zukunft rüsten. Im September 2002 beschloss der Rat der Stadt Wuppertal die Vollautomatisierung der Schwebebahn. Diese Möglichkeit bieten zwischenzeitlich modernste Zugsicherungssysteme. Die komplette Umstellung des Fahrbetriebes auf diese Technik ist für das Jahr 2008 vorgesehen.

Neben der Stromversorgung wird auch eine neue Fahrzeug-Generation mit einer höheren Kapazität und Leistungsfähigkeit berücksichtigt. Die Fahrzeuggeneration bietet zusätzlich einen höheren Komfort, der sich auch durch die Verbesserung der Fahrdynamik und der Geräuschsituation ergibt.


Zu diesem Thema existiert eine Broschüre, die Sie hier downloaden können.